LTE führt zu steigenden Musikdownloads

2010 haben die Deutschen Musik für 151 Millionen Euro heruntergeladen, 35 Prozent mehr als 2009. Für 2011 sind weitere Rekordzahlen zu erwarten, weil der neue Mobilfunkstandard LTE (4G) noch wesentlich schnellere Downloads ermöglicht. Dabei sind kostenpflichtige Musik-Downloads gerade bei mittleren und höheren Altersgruppen sehr populär und durch die neue LTE-Technik sind noch höhere Zahlen zu erwarten. Insbesondere deshalb, weil viele Haushalte noch kein DSL haben und deshalb auf den neuen Mobilfunkstandard LTE zurückgreifen werden. Einmal in den Genuss der hohen Datenbandbreite gekommen, bleibt zu vermuten, dass sich die Musik-Downloads weiter erhöhen werden.
Der neue Mobilfunkstandard LTE, Long Term Evolution, als Internet der vierten Generation, ist primär für ländliche Regionen entwickelt worden, wo kein DSL verfügbar ist. Dank LTE werden dann viele Haushalte über schnelle Breitband-Verbindungen verfügen.
Und so hat beispielsweise Samsung mit dem Galaxy S2 LTE das erste Multimode-Handy angekündigt, das richtig Spaß machen wird: 1,5 Gigahertz Dualcore-Prozessor, Android-Betriebssystem, 4,5 Zoll Super-AMOLED-Display, 8 Megapixel-Kamera, Nutzung des Handys als Wlan-Hotspot etc.
Ein erster LTE Vergleich zeigt, dass z.B. der vodafone Tarif „Zuhause Internet 3600“ 5GB Inklusiv-Datenvolumen hat, der Telekom Tarif „Call & Surf Comfort via Funk/Standard hingegen nur 3 GB Inklusivvolumen besitzt und der o2 Tarif „für Zuhause“ 10 GB für Privatanwender und 12 GB für gewerbliche Anwender beinhaltet.
Man sollte also genau vergleichen, welchen Anbieter mit welchem LTE-Tarif man wählt.

Update:

Die LTE-Preise sind weiter gefallen. Wer einen übersichtilichen Vergleich sucht, kann sich mal die Seite http://www.ltevergleich.de/preisvergleich/ anschauen.

Posted: September 1st, 2011 under LTE - No Comments. Tags: ,

Rockmusik

Bei aller Liebe zum Progressive Rock – ELP und Jethro Tull als “aktuelle populäre Musik” zu bezeichnen, kommt mir doch etwas gewagt vor. Nicht nur, weil ihre Höchstzeiten (Tomita und Cindy&Bert kenne ich nicht) schon eine Weile zurückliegen, sondern auch, weil sie eher elitäre Nischenmusik waren. In dem, was ich in den letzten zehn Jahren im Radio gehört habe, wenn ich auf Autofahrten auf den Verkehrsfunk angewiesen war, konnte ich keine Motive von Bach bis Mussorgski finden. Trotzdem gebe ich dir darin recht, dass der Einfluss auf Melodik und Harmonik groß ist, wenn auch m.E. etwas musiktheoretischer als auf Motiv-Ebene.

Posted: Oktober 13th, 2010 under Musik - No Comments.

Techno-Musik

Als ich im Sommer 1989 die ersten Techno/Underground-Raves in Antwerpen, Amsterdam und Köln miterlebte, gab es kein XTC. Die Leute konsumierten in “normalem” Maße Kokain, Amphetamin und THC, wie in anderen Nightlife Szenen auch. Parallel zu den Geschehnissen im Ostblock und der Entstehung einer sich als völlig liberal definierenden Jugendbewegung – Techno – wurde in großen Lifestyle-Printmedien, wie dem unsäglichen “Tempo”, ein XTC Hype launciert, der die Droge, lange bevor sie physisch erhältlich war, in den Köpfen der Generation X als “21.century drug” etablierte. Als dann die Ersten im Spätsommer 89 von Ibiza zurückkehrten und XTC Erfahrungen gesammelt hatten und sich ein Dealerapparat in nahezu unglaublicher Geschwindigkeit “von selbst” aufbaute, (mit evidenten Kontakten zur Pharmaindustrie ) tauchten in meinem Hirn Erinnerungen an die Abläufe nach dem Tode M.L. Kings in den USA auf. Damals wurde eine ganze Generation junger Schwarzer durch das F.B.I. mittels Drogen den Abfluß der Geschichte runtergespült. In der Techno-Szene war es so, daß kongruent zur Etablierung in der Jugendkultur, zuerst eine Dämonisierungs und Prohibitionskampagne gefahren wurde und nachdem die Werbeindustrie und der Berliner Senat das enorme Wirtschafts/Verblödungspotential der Szene erfaßt hatte, eine beispiellose Kommerzialisierung losgetreten. Die allerletzten “Gründer” verließen ca. 93 die Szene und versprengten sich im “Goa” oder, häufiger, im Overground. Die, die übrig blieben, waren das mafiös organisierte Gesocks um Schmarotzer und Taugenichtse wie Dr. Motte, Westbam, DJ Hooligan und Andere, die schon seit jeh her den Kontakt zu Großdealern der Szene suchten, waren doch die Großdealer die ersten und engagiertesten Veranstalter von “Mega-Raves”, konnte man hier doch in nur einer Nacht ganze Einfamilienhäuser verdienen. Heutzutage ist Techno nicht mal mehr ein Abklatsch des damaligen Spirits, ein Sammelbecken für Proleten(s.”Techno Horst” auf RTL II)und gestörte Junkies, deren Eltern ihnen mittels üppiger finanzieller Zuwendung, ein Dasein im Schatten des Bahnhofsviertels ersparen. Im Osten ist es so daß die Techno “Bewegung” ein Ablaufbecken für Ex-Skins bietet. Na ja, besser auf Pille als Ausländer hetzen.

Posted: Oktober 13th, 2010 under Musik - No Comments. Tags: